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Pressemeldung

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27. Januar 2017

Leben retten verändert das eigene Leben

Typisierungsaktion an der Cäcilienschule

Hochbetrieb bei der Registrierung: Jana Fricke füllte den Bogen aus, Anton Woykos hält die Wattestäbchen zur Gewebetypisierung. WZ-FOTOS:GABRIEL-JÜRGENS

Wollten sich auf jeden Fall als mögliche Spenderinnen registrieren lassen: (v.l.) Karoline Saebens, Paulina Seger und Elisa Abbatia.

WILHELMSHAVEN /GB - Schüler helfen Leben retten – der Aufforderung der DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei) wollten sich auch die Schüler der Cäcilienschule nicht verschließen. Einen Tag nach dem Typisierungstag an der Integrierten Gesamtschule (IGS) ließen sich gestern Vormittag Schüler des elften und zwölften Jahrgangs des Gymnasiums in kirchlicher Trägerschaft als mögliche Spender von Stammzellen registrieren.

Wie in der IGS sollte auch an der Cäci eine Spenderin über ihre Erfahrungen berichten. Die sagte jedoch kurzfristig ab. Doch das konnte die spendenwilligen Gymnasiasten nicht beirren.

„Es ist keine Selbstverständlichkeit, gesund zu sein“, hat Karoline Saebens erkannt. Deshalb fühlt sich die 17-Jährige verpflichtet, denen zu helfen, die nicht gesund sind, die beispielsweise an Blutkrebs erkrankt sind. Das Thema Typisierung und Stammzellspende ist ihr nicht neu. Ihr Onkel habe bereits zweimal gespendet, berichtet sie. Mit einer Empfängerin stehe er noch in Kontakt. „Sie verdankt ihm ihr Leben“, weiß Karoline. Beide, Empfängerin und Spender, seien darüber sehr glücklich.

Elisa Abbatia (16) kann in diesem Jahr noch nicht mitmachen, da das Mindestalter für die Registrierung als mögliche Spenderin bei 17 Jahren liegt. Sie will sich aber auf jeden Fall eintragen lassen. Damit folgt sie dem Beispiel ihrer Eltern. Ihr Vater sei auch schon als Spender in Betracht gekommen, dann aber doch nicht genommen worden.

Die ebenfalls 17 Jahre alte Pauline Seger hat sich, wie sie erzählt, zum ersten Mal über das Thema Knochenmarkspende Gedanken gemacht, als Schulleiter Günter Barkam zu Beginn des Schuljahrs Informationen über die Aktion gegeben habe. Sie hat sich mit ihren Eltern intensiv über ihre Teilnahme beraten. Es sei doch ein außerordentlicher Schritt, wenn man dann auf eine Spende angesprochen werde. „Es verändert das Leben, wenn man einem anderen Menschen das Leben rettet.“

Wilhelmshavener Zeitung 27.01.2017