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Pressemeldung

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15. Mai 2017

Per Staubwedel Vorurteile abgestreift

„Schortens dreht am Rad“ – und über 200 Menschen machten mit

Foto: Schortens dreht am Rad

Die Lebensweisen hatten den bunten Umzug organisiert. Er fand anlässlich des Protestags zur Gleichstellung statt.
HENNING KARASCH

SCHORTENS  - Mit donnernden Trommelwirbeln starteten am Sonnabend die Mitglieder der Perkussionsgruppe Sambarracuda die Parade „Schortens dreht am Rad“ vor dem Bahnhof. Der von der „Aktion Mensch“ geförderte Umzug gehörte zum europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.

In Schortens sei kein Protest nötig, versicherte Margret Finkenstädt von den ausrichtenden Lebensweisen. Bürgermeister Gerhard Böhling, der Schirmherr der Parade war, habe vor zehn Jahren seine Arme weit für die Lebensweisen geöffnet und den Kontakt zwischen Elterninitiative und Vereinen hergestellt. Peter Finkenstädt führte seine Angel mit, da der Angelverein Jever einer der ersten Vereine gewesen sei, den die Lebensweisen besuchten. Der Bürgermeister wies in seiner Begrüßung auf das gute Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung in Schortens hin.

Partner des Umzugs waren die Volkshochschule Friesland-Wittmund, die Cäcilienschule Wilhelmshaven, Grafiker Andreas Reiberg, die Wohnstätte Barkel der Gesellschaft für paritätische Sozialarbeit und die Stadt Schortens. Eine „Security“-Gruppe der Lebensweisen holte Mitglieder des Lions Clubs Schortens ab. Diese waren teils in Weihnachtsmannkleidung, da sie den Weihnachtsmannlauf Barkel organisierten. Mitglieder der Elterninitiative hatten aus dünnen Ästen und Werbeprospekten Blüten gebastelt.

Eine weitere Gruppe führte Schilder mit Sätzen wie „Blödsinn ist ein Karton auf dem Kopf“ mit. Mitglieder des Schützenvereins Schortens, der Johanniter Unfallhilfe, des Brunnenvereins Grafschaft, der Integrationslotsen, des TuS Oestringen, des TuS Glarum, des Pfadfinder-Stammes Oestringen, des Fördervereins ProBad und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft zogen mit.

Ein Trupp der Lebensweisen reinigte die Gäste mit Staubwedeln von Vorurteilen. Das Familienzentrum Pferdestall, die Tourist-Information, das Heilpädagogische Zentrum Upjever und zahlreiche weitere Gruppen der Lebensweisen liefen mit. Eine der Freizeitgruppen hatte mit Kunsterzieherin Ulrike de Buhr bunte Pappfische gebastelt, die später das Café Suutje schmücken sollen. Die Landfrauen aus Schortens verteilten Bienenkekse, die ihr Mitglied Sabine Ehmann gebacken hatte. Sprecherin Annemarie Hasselhorn sagte, mit Mitgliedern der Lebensweisen sei bereits gebastelt, gebacken und Marmelade gekocht worden. Pastorin Katrin Jansen aus Cleverns lief mit Freunden aus dem südindischen Gudalur mit. Die Gäste sind dort in sozialen Berufen tätig und interessierten sich sehr für die Aktivitäten der Lebensweisen. Der Singkreis aus dem Wangerland unter seiner Leitung stimmte „Wer hat die Kokosnuss“ an. Vor dem Bürgerhaus wurde ein Schortens-Lied auf die Melodie des Songs „Downtown“ gesungen. Dazu gab es kostenlos Pizza und Getränke.

 

Wilhelmshavener Zeitung, 15.05.17